Leitfaden zur kontrollierten Fermentation

Immer mehr Landwirte setzen gezielt auf die Fermentation stärkehaltiger Futterkomponenten. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, findet der Einsatz speziell herausselektierter Milchsäurebakterien immer mehr Beachtung.

Mit Hilfe der Fermentation können stärkehaltige Futterkomponenten, beispielsweise hofeigenes Getreide, gezielt aufgeschlossen werden. Das Futter ist schmackhafter und enthaltene Nährstoffe sind besser verfügbar. Im Ergebnis steigt die Futteraufnahme und ähnlich wie beim Menschen wirkt sich die im Ferment gebildete Milchsäure positiv auf die Darmgesundheit aus. Damit dieser Effekt voll zum Tragen kommt, hat sich der Zusatz von Proferm HC-FL (Starterkultur) bewährt. Die speziell für diesen Anwendungsbereich enthaltenen Milchsäurebakterien steuern gezielt die erwünschte Milchsäuregärung. In Folge dessen sinkt der pH-Wert im Ferment schnell ab und unerwünschte Mikroorganismen (wie coliforme Keime) werden ausgeschaltet. Während der Fermentation bildet sich aus den zusammengemischten Getreidekomponenten ein homogener pumpfähiger Futterbrei, der sich bis zum Trog, auch nach Zugabe weiterer Futtermittel, nicht wieder entmischt.

Damit alle diese genannten Vorteile auch genutzt werden können, müssen bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt werden. Das A und O für den gesamten Erfolg ist die Hygiene. Das bedeutet: putzen. Wird die Hygiene außer Acht gelassen, kann die Fermentation nicht mehr kontrolliert werden. Auch die zugesetzten Milchsäurebakterien starten nur dann sicher mit ihrer Arbeit, wenn gereinigte und hygienisch einwandfreie Futtermittel in eine gereinigte saubere Anlagentechnik eingebracht werden. Dazu muss die gesamte Kette der Fermentation, angefangen von der Technik, den Rohwaren bis hin zum Fütterungsmanagement, kritisch unter die Lupe genommen werden. Denn Fakt ist: Alle einzelnen Teilabschnitte greifen ineinander über und beeinflussen sich gegenseitig. Wird in einem einzelnen Verfahrensabschnitt etwas nicht ausreichend beachtet, hat das immer Konsequenzen für den gesamten Prozess.

In der Praxis hat sich die kontrollierte Fermentation im Batch-Verfahren unter Zusatz der Starterkultur Proferm HC-FL bewährt. Die Praxis zeigt, dass unter regelmäßiger Verfahrenskontrolle und Hygiene die Fermentation planmäßig und mit den gewünschten Effekten abläuft. Der pH-Wert sinkt innerhalb von zirka acht bis zehn Stunden ab und erreicht Werte unter 4,0. Der Milchsäuregehalt liegt dabei bei mindestens 1,5 Prozent im Ferment. Die Gehalte an Essigsäure bzw. Ethanol bleiben konstant niedrig. Besonders positiv ist, dass aufgrund der Zusammensetzung von Proferm HC-FL der Abbau von Aminosäuren, insbesondere Lysin, zuverlässig unterbunden wird.

Unbedingt zu beachten gilt, dass Fehler in der Futterhygiene und/oder im Fütterungsmanagement nicht durch die Fermentation ausgeglichen werden können. Folgender Leitfaden zeigt potentielle Risiken auf.

Weitere Infos gibt es bei Friederike Oberhaus unter Telefon 0251 . 682-2115 oder unter www.silierung.de.